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SAAC Lawinencamps

SAAC Lawinencamps können unter www.saac.at kostenlos gebucht werden ! 

Über Lawinen und andere Gefahren im alpinen Gelände kann man nie genug wissen. Das zeigt die Unfallstatistik jeden Winter aufs Neue. Meldungen über tödliche Lawinenunfälle begleiten uns die ganze Saison hindurch und verleihen dem Wintersport oft eine bittere Note. Wer sich abseits der markierten Pisten bewegt, muss sich der Gefahren bewusst sein und für sein Handeln die Verantwortung übernehmen. Sicherheit in den Bergen gibt es nicht. Man kann jedoch mit Information, guter Vorbereitung und bewusstem Verhalten das Risiko reduzieren. Eine Grundregel des Freeridens zum Beispiel besagt, nie alleine im Gelände unterwegs sein. Nicht nur, weil im Falle einer Verschüttung die Kameraden die einzigen sind, die dem Verschütteten eine reelle Überlebenschance bieten können sondern auch weil im freien Gelände abends kein Pistengerät kontrolliert, ob ein Sportler mit einem gebrochenen Bein liegen geblieben ist.

Auch wenn man im alpinen Gelände nie alleine unterwegs sein sollte, muss man ab und zu doch einzeln fahren. Und zwar dann, wenn ein Hang steiler als 35° ist. Die Strategie besagt: Einzeln fahren bis zu einem sicheren Sammelpunkt. Nicht weil bei einer eventuellen Verschüttung weniger Personen betroffen sind, sondern weil ein einzelner Skifahrer oder Snowboarder die Schneedecke geringer belastet als eine ganze Gruppe. Hänge unter 35° Steilheit werden mit 50m Abstand befahren.

Beim Freeriden muss man auch mal verzichten können. Wenn alle Fakten dagegen sprechen, wie zum Beispiel hohe Lawinengefahr, schlechte Sicht, dann ist es besser, es sich auf der Couch gemütlich zu machen. Bei schlechter Sicht kann man nicht nur die Gefahren im Gelände schwer beurteilen sondern sieht auch nicht, ob irgendwer oberhalb oder unterhalb einen in Gefahr bringt.

Wechtensprünge  - so reizvoll sie auch sein mögen - sind tabu. Wechten sind überhängende Gebilde aus Schnee, bei denen der Schnee vom Wind von einer Richtung über einen Bergkamm geblasen wurde. Sie können brechen und einen Skifahrer oder Snowboarder hinunterreißen.

Ein weiterer Punkt der SAAC-Strategie besagt: Gefahrenstufe rauf – Steilheit runter. Das bedeutet, dass bei Lawinengefahrenstufe 2 keine Hänge steiler als 40°, bei Gefahrenstufe 3 keine Hänge steiler als 35° und bei Gefahrenstufe 4 keine Hänge steiler als 30° befahren werden sollten.

Eine wichtige Regel des Freeridens und Tourengehens beinhaltet die Notfallausrüstung. Ohne die sollte man sich nie ins Gelände begeben. Verschüttetensuchgerät, Schaufel und Sonde gehören zur Standardausrüstung eines jeden Skifahrers und Snowboarders, der gerne mal die markierten Pisten verlässt. Nur damit kann man im Notfall jemandem helfen oder selber gefunden werden.

Wer diese einfachen aber wichtigen Grundregeln befolgt, reduziert sein Risiko im Gelände beachtlich. Natürlich braucht es langjährige Ausbildung und Erfahrung, um ein Lawinenexperte zu werden. Den ersten Schritt zu minimiertem Risiko und mehr Spaß im Schnee kann man aber bereits bei einem SAAC Basic Camp machen und den zweiten bei einem weiterführenden 3- oder 5-tägigen SAACnd Step Camp. 

Quelle: SAAC.at